Erasmus+

Enriching lives, opening minds.

Dieses Programm der Europäischen Union ermöglicht die finanzielle Unterstützung von einzelnen Schüler*innen der Oberstufe oder ganzen Gruppen der HTS bei Lernaufenthalten im EU-Ausland.
Aufgrund unserer breiten Fremdsprachenausbildung liegen die Ziele für Schüler*innen in der Anwendung der Fremdsprache in praktisch-sprachlichen Kontexten. Schulbesuche sowie Praktika bei privaten Firmen, öffentlichen Einrichtungen (z. B. Schulen, Museen, Kindergärten, Verwaltungen), EU-Institutionen, Vereinen und NGOs im Ausland sind somit möglich.
Die Länge der Auslandsaufenthalte kann von mindestens zehn Tagen bis hin zu einem Jahr betragen. Zielländer sind alle 27 EU-Staaten sowie Island, Norwegen, Lichtenstein, die Türkei, Nordmazedonien und Serbien. Großbritannien ist leider nach dem Brexit nicht mehr dabei, jedoch stehen Malta und Irland als Ziele für englischsprachige Aufenthalte zur Verfügung.
Erasmus+ unterstützt angenommene Bewerber*innen finanziell: So gibt es zum Beispiel Tagespauschalen, die im Ausland das Wohnen, Essen und Erleben unterstützen, sowie eine Reisepauschale, die je nach der Entfernung berechnet wird. Neu ist, dass es sogar höhere Reisegelder gibt, sollten ‘grüne’ Verkehrsmittel wie Zug oder Bus benutzt werden. Die finanzielle Unterstützung ist substanziell und in der Regel kostendeckend für einen normalen Aufenthalt.
Wenn du Interesse an einer Teilnahme hast, dann melde Dich gerne bei uns! Wir geben Dir Informationen und Tipps und stehen für Fragen natürlich zur Verfügung. Du kannst Dir gerne schon einmal die Erfahrungsberichte anderer Praktikant*innen der HTS anschauen.

Ansprechpartner/in für Erasmus+: Birgitta Raddatz und Jens Schröder

Interesse an einem Auslandspraktikum mit Erasmus+?

Du hast Interesse, neue Erfahrungen in einem europäischen Land zu sammeln? Du möchtest gerne eine fremde Sprache und Kultur erleben? Du hast Lust, Einblicke in bestimmte Berufe zu erlangen? Dann nutze die nachfolgenden Dokumente, um dich zu informieren und eine Finanzierung zu beantragen.

Wichtig: Alle Interessent*innen müssen vorab Kontakt zu Frau Raddatz oder Herrn Schröder aufnehmen!

Erlebnisse und Erfahrungen

Unsere Teilnehmer*innen berichten in Wort und Bild, was sie in Europa durch Erasmus+ erlebt und erfahren haben. Ein Klick auf eines der Pluszeichen (rechts) genügt, um den jeweiligen Beitrag zu lesen.

Rike (12. Klasse) – Praktikum in Irland (Oktober 2021)

Dieses Jahr wurde mir die Möglichkeit geboten ein selbstorganisiertes Praktikum im EU- Ausland zu absolvieren, welches durch Erasmus+ gesponsort wurde.
Nach kurzem Überlegen, entschied ich mich dafür, nach Irland zu gehen, da ich dort schon privat ein paar Bekannte hatte und ich sehr gerne noch einmal dorthin wollte. Durch die immer noch sehr strengen Corona-Richtlinien in Irland, war es nicht einfach einen Praktikumsplatz zu bekommen. Doch als ich einen gefunden hatte, buchte ich sofort die Flugtickets und es konnte losgehen!
Also ging es für mich am 26. September 2021 los zum Flughafen in Hamburg und ins Flugzeug nach Dublin. Dort angekommen wurde ich von einer Freundin der Familie abgeholt, bei der ich für die nächsten drei Wochen leben durfte.
Ich wohnte in einer kleinen Stadt, etwa eine Stunde von Dublin entfernt, und hatte einen Praktikumsplatz in der gleichen Firma, in der meine Gastmutter arbeitete. Deshalb konnte ich auch fast jeden Morgen mit ihr zur Arbeit fahren und fast jeden Abend wieder mit nach Hause. Der erste Arbeitstag war für mich sehr aufregend, aber auch ein wenig chaotisch. Meine Arbeitskollegen waren immer sehr nett zu mir und haben mich stets unterstützt, wenn ich etwas nicht wusste. Es war nicht immer einfach alle zu verstehen, weil einige wirklich starke irische oder andere Akzente hatten. Doch glücklicherweise hat keiner von ihnen es mir übelgenommen, wenn ich noch einmal nachgefragt habe, weil ich sie nicht verstanden hatte. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, in der ich noch etwas unsicher war, wurde ich auch schnell offener. Ich habe dort ein eigenes kleines Projekt bekommen, an dem ich für die nächsten drei Wochen arbeiten sollte. Ich lernte viel und konnte gleichzeitig auch der Firma eine große Aufgabe abnehmen, die zwar nicht schwer, jedoch sehr zeitintensiv war.
Meine Zeit nach der Arbeit verbrachte ich an manchen Tagen mit den gleichaltrigen Nichten und Neffen meiner Gastmutter, die ich schon durch frühere Besuche kannte. Wir waren zum Beispiel in einem Restaurant und in einem Shopping-Center.
An den Wochenenden sind meine Gastmutter und ich an verschiedenste Orte gefahren. Das erste Wochenende waren wir im Westen der Insel. Meine Gastmutter hatte in einem kleinen Dorf in Galway am Killary Harbour einen Schwimmwettbewerb, an dem sie mit ein paar Freunden teilnehmen wollte. Zu viert wohnten wir in einer kleinen Wohnung und verbrachten ein wunderschönes Wochenende zusammen. Am Samstag feuerte ich die drei Frauen beim Schwimmen an und anschließend gingen wir etwas essen und in einen typischen irischen Pub.
Das zweite Wochenende haben wir in Wexford verbracht, dem südöstlichen Teil der Insel. Mit einer guten Freundin in meinem Alter verbrachten wir das Wochenende in dem Wohnwagen meiner Gastgroßmutter. In Wexford besuchten wir Hook Lighthouse, den ältesten Leuchtturm der Welt, und gingen an den Strand, um dort zu baden.
Am letzten Wochenende waren wir am Freitag bei einer Freundin zum Essen eingeladen und hatten sehr viel Spaß. Weil es aber dann doch sehr spät geworden war, haben meine Gastmutter und ich uns auch schnell darauf geeinigt, die Bustour durch Dublin am Samstag ausfallen zu lassen und uns stattdessen einen ruhigen Tag Zuhause zu gönnen. Nach den ereignisreichen drei Wochen hatten wir uns einen solchen Tag auch verdient. Außerdem musste ich auch meine Sachen packen, denn am Sonntag sollte es für mich sehr früh zurück nach Deutschland gehen.
Auf dem Rückflug war ich zwar traurig, dass ich gegen musste, trotzdem war ich aber froh, auf dem Nachhauseweg zu sein. Ich hatte sehr schöne drei Wochen in Irland, hin und wieder habe ich Zuhause aber dann doch vermisst.
Meine Meinung ist folgende: wenn sich dir eine Gelegenheit bietet, ins Ausland zu gehen, egal ob Austausch, Praktikum, Sprachkurs oder anderes, lass sie nicht verstreichen. Es ist immer eine Erfahrung, an die man entweder gern zurückdenkt oder aus der man lernen kann. Natürlich kann es nie garantiert werden, dass dir deine Gastfamilie, dein Praktikum oder dein Austauschschüler gefällt, aber du nimmst doch aus jeder Auslandserfahrung etwas mit; und sei es nur, dass es Zuhause am schönsten ist.

Mareike (12. Klasse) – Praktikum in Spanien (Oktober 2021)

Im Oktober 2021 konnte ich durch das Programm Erasmus+ ein Praktikum im EU-Ausland absolvieren. Die Organisation des Praktikumsplatzes, des Fluges, der Unterkunft, etc. in einem ausgewählten Zeitraum musste dabei selbst vorgenommen werden. Als eine der ersten Teilnehmerinnen habe ich mich „nur“ für ein zweiwöchiges Praktikum entschieden, da ich in der Q2-Phase und somit zwischen wichtigen Klausuren stand.
Durch meine dritte Fremdsprache Spanisch, welche mir sehr viel Spaß macht, habe ich mich für ein Praktikum in Spanien entschieden. Daraufhin habe ich im Internet nach Kindergärten an der spanischen Ostküste gesucht, da ich mir ein Praktikum in einem Kindergarten o. Ä. direkt am Meer am besten vorstellen konnte. Nach vielen Telefonaten wurde ich schließlich in einem englisch- spanischen Kindergarten in Alicante angenommen.
Anschließend musste ich Flüge und Hotel buchen und die nötigen Versicherungen abschließen. Diese Planung war teilweise sehr aufwändig und schwierig, hat aber trotzdem Spaß gemacht und die Eigenständigkeit gefördert.
Da ich nicht besonders viel Zeit zuvor hatte und alles etwas spontan war, ging es ein paar Tage nach der abgeschlossenen Planung auch schon los nach Spanien. Nach dem Wochenende zur Eingewöhnung, bin ich am Montagmorgen vom Hotel zu meinem Praktikumsbetrieb gelaufen. Zuerst wurde mir alles gezeigt und dann wurde ich direkt in die Betreuung der Kinder mit einbezogen . Die Kommunikation dort war durch eine Mischung aus Englisch und Spanisch sehr gut und ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Am Nachmittag nach der Arbeit hatte ich dann Freizeit, in der ich die Stadt erkunden, am Strand die Sonne genießen oder shoppen gehen konnte. Man hat also neben dem Praktikum genug Zeit um sich das Land anzuschauen und die Zeit dort zu genießen.
Nach der Arbeit war ich außerdem fast täglich im Supermarkt einkaufen, weil ich mich komplett selbst verpflegen musste, da in meinem Hotel kein Essen angeboten wurde. Manchmal bin ich abends zum Essen dann in ein Restaurant oder eine Pizzeria gegangen. Auch das war aufgrund der Sprache nicht immer ganz einfach, doch ich habe aus allen komischen Situationen etwas gelernt. Es ist also auch mal ganz gut auf sich alleine gestellt und somit gezwungen zu sein, sich auf einer anderen Sprache zu unterhalten.
Insgesamt war dieses Praktikum und die Zeit in Spanien eine sehr besondere Erfahrung für mich. Ich war das erste mal ganz alleine im Ausland, bin alleine geflogen und habe alleine gewohnt. In dieser Zeit habe ich viel gelernt und viel Spaß gehabt. Somit kann ich nur jedem, der Freude an Fremdsprachen und Lust auf ein solches Erlebnis hat, empfehlen, so eine Chance zu nutzen, falls sie einem geboten wird.

Ronja (12. Klasse) – Praktikum in Spanien (Oktober 2021)

Ende Oktober 2021 konnte ich mit dem Erasmus+ Programm ein durch die EU gefördertes Praktikum im EU-Ausland absolvieren. Von Anfang an war für mich klar, dass ich dieses Praktikum in Spanien machen möchte, weil mir diese Sprache einfach am meisten Spaß macht und ich sehen wollte, wie weit ich mit dem bereits erlernten spanisch von 2,5 Jahren im Gespräch mit Muttersprachlern komme.
Auf der Suche nach einem passenden Platz, stoß ich auf so einige Hürden, denn Aufgrund der Corona-Pandemie hatten viele Firmen nicht die Möglichkeit meinem Wunsch nachzukommen und wegen der Sprachbarriere gab es viele Verständigungsprobleme und Missverständnisse. So war es mir zunächst nicht möglich, ohne Kontakte vor Ort einen Platz zu finden. Eine Bekannte meiner Familie hat dann aber eine Möglichkeit für mich gefunden auf Gran Canaria in einem kleinen Start-Up Unternehmen einer deutschen Ausgewanderten mitarbeiten zu können.
So landete ich bei Dunja, bei der ich auch wohnen durfte. Sie möchte in ihrer Firma zukünftig Töpferkurse anbieten. Nicht nur um Menschen beizubringen zu Töpfern, sondern vor allem um eine Begegnungsstätte für alle Altersgruppen zu schaffen. In den 2 Wochen, die ich dort verbracht habe, habe ich stets mitgeholfen diese Kurse mit vor und nachzubereiten, die noch nur mit Freunden und Bekannten zum Ausprobieren stattfinden. Gleichzeitig habe ich mit ihr zusammen Stücke vorbereitet, die Dunja irgendwann auf dem Markt verkaufen möchte. Ein zweites Standbein soll bald eine Permakultur in ihrem Garten sein, aus dem sie und ihre Familie sich ernähren können und auch von den dort angebauten Früchten, möchte sie welche auf dem Markt verkaufen. Dieses Projekt steht noch am Anfang. Aber auch hierbei habe ich ihr geholfen, indem wir Setzlinge für die ersten Pflanzen gekauft haben und diese eingepflanzt haben.
Die Zeit auf Gran Canaria war für mich sehr besonders. Dadurch, dass ich bei einer Familie gelebt habe, konnte ich enorm viel von der Insel entdecken und besonders die Vielfalt in der Natur war beeindruckend. In Las Palmas de Gran Canaria, der Hauptstadt der Insel, hatte ich auch einige Zeit allein. In dieser habe ich versucht so viel zu sehen, wie möglich. Ich habe sie damit verbracht, das Poema del Mar, ein beeindruckendes Aquarium, das Casa de Colón (Kolumbushaus) zu besuchen. Dort ist mir zum ersten mal die große Aufgeschlossenheit der Spanier aufgefallen. Ich habe so viele so interessante Menschen kennengelernt, die ich niemals vergessen werde. Mein Highlight war eigentlich immer das Surfen. Der Strand von Las Palmas de Gran Canaria ist immer voll mit Surfern und allein diese zu beobachten mach sehr viel Spaß. In der zweiten Woche habe ich es dann noch organisiert bekommen einen Anfänger Surfkurs zu machen. Dieses Erlebnis wird mir immer gut im Gedächtnis erleben.
Ich kann jedem nur empfehlen eine solche Chance zu nutzen, wenn sie einem geboten wird. Auch wenn der Weg schwer zu sein scheint, lohnt es sich in jedem Fall eine solche Erfahrung zu machen. Das schlimmste was passieren kann sind Situationen, die einen erstmals überfordern, an denen man aber trotzdem wächst.