Die Wattenmeertournee der HTS-Combo: der Reisebericht!

von Ralf Kukowski

Hier der Reisebericht von Mira Müller und Henry Petzke (Fotos von Till Wesselmann):

Fünf Tage auf einem Segelschiff mit 20 Musikern? Wie soll das denn funktionieren? Schließlich sind die feinen Pianistenfinger wohl kaum dafür geeignet, Segel zu setzen und Decks zu schrubben...

Bild Windsbraut
Die Windsbraut im Hafen von Föhr

 

Trotzdem ging es am Samstag, den 8. Juli los. Voller Elan begann die Fahrt mit allen Musikern und Instrumenten von der HTS Richtung Nordstrand und von dort aus per Fähre nach Pellworm, wo die Windsbraut schon auf uns wartete und bereits auf dem Schiff zeigte sich, dass die Stimmung einfach Bombe sein würde. Immerhin konnte man endlich mal nicht nur über, sondern auch noch mit Lehrern über Lehrer lästern. Doch bevor wir uns auf "unserem" Schiff häuslich einrichten konnten, galt es erstmal den Pellwormer TriFun mit unseren musikalischen Künsten zu begleiten. Trotz kleinerer Unfälle war das Publikum recht beglückt, sodass wir es uns abends unter Segeln gemütlich machen konnten. Am nächsten Tag starteten wir dann unsere Fahrt gen Föhr und verbrachten den Tag damit, uns in der Sonne zu braten, zu baden, Krabben zu fischen und unsere Crew daran verzweifeln zu lassen, uns die Grundlagen des Segelns beizubringen. Dafür war die Feuerübung zum Deckputzen umso effektiver. Spät abends schafften wir es dann auch noch, den Föhrer Hafen zu erreichen. Am nächsten Tag versuchten wir unseren Bekanntheitsgrad per Live-Übertragung des NDR noch etwas zu steigern, was immerhin nicht total gescheitert ist. Für Autogramme stehen wir jedenfalls immer gerne zur Verfügung.

Hier der NDR-Beitrag (live vom 10.7.17)

Welle Nord bei der HTS Combo
NDR-Reporter Hauke Bülow und Mira im Gespräch

 

Abends folgte ein viel gelobtes Konzert in der Föhrer Strandmuschel und als krönender Abschluss das mit unserem neuerworbenen Reichtum finanzierte kollektive Pizzaessen, für welches die Küche extra für uns noch Überstunden schob. Am darauffolgenden Tag ging es dann mit etwas mehr Wind als vorher wieder Richtung Pellworm und inzwischen klappte es auch ab und zu mal mit dem Segeln. Am letzten Tag durften wir dann noch einmal den ungeschönten Segleralltag miterleben und segelten im strömenden Regen gen Husum. Ein Glück, dass wir während der vergangenen Tage den Gasherd und -ofen in allen seinen Facetten kennen und lieben gelernt hatten und so stand der Kakao zum Aufwärmen schnell bereit.
 
Überraschenderweise hat trotz kleinerer Pannen am Ende dann doch alles ganz gut geklappt, auf jeden Fall sind wir wieder heil zu Hause angekommen. Völlig übermüdet zwar, denn Wehrwolfspiele bis halb zwei und tiefgründige mitternächtliche Gespräche fordern nun mal ihren Tribut, dafür aber um eine unglaubliche Erfahrung und viele Anekdoten reicher.  Für alles andere gilt: was auf der Windsbraut passiert, bleibt auf der Windsbraut.
 
Wir hoffen für unsere Nachfolger auf eine baldige Wiederholung und sagen "Ahoi Combo".

Mira und Henry

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