Wem gehört das Saatgut? - Ein Planspiel am CJK

von Ralph Ettrich

Auf Einladung des Christian-Jensen-Kollegs in Breklum nahm am Freitag (23.06.2017) das Q1-Geo-Profil an einem Planspiel im Rahmen der "Tage der Einen Welt" teil. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Theodor-Storm-Schule und des Friedrich-Paulsen-Gymnasiums stritt man im Vorfeld des G20-Gipfels in Hamburg (07./08.07.2017) über die Frage: Wem gehört das Saatgut?

Nach einer kurzen Begrüßung durch den theologischen Leiter der Einrichtung, Friedemann Magaard, und Anna Ihme, pädagogische Mitarbeiterin im Ev. Kinder- und Jugendbüro NF, teilten sich die Klassen in zwei Spielgruppen und sahen sich sofort einem Vertreter der Saatgutindustrie gegenübergestellt, der die Regierungschefs der G20-Staaten zunächst an der Nase herumführte. Schnell aber gab es Staaten, die das nicht mit sich machen ließen und den angebotenen Vertrag heftig kritisierten. Als dann in der zweiten Runde auch die Kleinbauern der G20-Staaten (das ist allerdings in Wirklichkeit nicht der Fall) zu Wort kamen, wurde die zuvor noch ruhige, aber engagierte Debatte hitzig und der Vertreter der Saatgutindustrie immer schmallippiger. Am Ende setzten sich in beiden Spielrunden die Gegner des Vertrages durch, vor allem weil man einem global agierenden Monopolisten nicht Tür und Tor öffnen wollte. 

In der abschließenden Reflexion des Planspiels wurde deutlich, dass sich Jugendliche sehr wohl mit den Themen Gerechtigkeit und deren Verteilung in der Welt auseinandersetzen und mit vielen - so wie es heute ist - nicht einverstanden sind. Und "besser als Schule war es allemal", wie eine Teilnehmerin anmerkte.

Herr Magaard und Anna beschlossen den Vormittag mit einem Dank an die vielen Helfer, dem wir, Frau Burmeister und Herr Ettrich, uns gern anschließen möchten. Die Organisatoren hoffen - wie wahrscheinlich viele der Teilnehmer auch, nicht nur Interesse an globalen Themen geweckt zu haben, sondern auch ein Bewusstsein für ein gerechtes Zusammenleben der Völker, das tatkräftige Unterstützung bedarf. Ein Wunsch für die Zukunft, an der alle Generationen arbeiten müssen!

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